FREUNDSCHAFT!

Inter­na­tio­nale Soli­da­ri­tät war poli­ti­scher Grund­satz der DDR-Staats­füh­rung. Inter­na­tio­nale Soli­da­ri­tät war zugleich eine tief im Alltag vieler DDR-Bürger und Bürge­rin­nen verwur­zelte Lebens­pra­xis. In Ableh­nung der auf dem Kapi­ta­lis­mus beru­hen­den impe­ria­lis­ti­schen Prak­ti­ken von Konkur­renz, Abhän­gig­keit, Rassis­mus und Unter­drü­ckung schlug die DDR einen Kurs im Zeichen der Völker­freund­schaft, des gegen­sei­ti­gen Respekts und des prole­ta­ri­schen Inter­na­tio­na­lis­mus ein. Sie baute wirt­schaft­li­che und Handels­be­zie­hun­gen auf der Basis von Gleich­be­rech­ti­gung und gegen­sei­ti­gem Nutzen auf.

 

Die DDR erklärte nicht nur ihre Verbun­den­heit mit den Staa­ten und Völkern Asiens, Latein­ame­ri­kas und Afri­kas, die für ihre poli­ti­sche und ökono­mi­sche Unab­hän­gig­keit und für sozia­len Fort­schritt kämpf­ten, sie handelte auch in diesem Sinne in viel­fa­cher Form, um diesen Kampf zu unter­stüt­zen. Dazu zählt die Entsen­dung von Spezia­lis­ten in die Länder des Globa­len Südens ebenso wie die Ausbil­dung von Fach­ar­bei­tern und Hoch­schul­ka­dern aus diesen Regio­nen in den Betrie­ben und Hoch­schu­len der DDR. Dazu zählen auch zahl­rei­che Spen­den­kam­pa­gnen ebenso wie die Mani­fes­ta­tio­nen zur Unter­stüt­zung poli­ti­scher Gefan­ge­ner wie Luis Corvalán, Nelson Mandela, Angela Davis, die von der brei­ten Bevöl­ke­rung getra­gen wurden.

 

Mit der Reihe “Freund­schaft!” präsen­tiert die IF DDR Einbli­cke in die Geschichte(n) der geleb­ten Soli­da­ri­tät der DDR mit anti­im­pe­ria­lis­ti­schen und anti­ko­lo­nia­len Bewe­gun­gen weltweit.

 

Wir analy­sie­ren, wie der Staat und seine Bevöl­ke­rung Befrei­ungs­be­we­gun­gen unter­stütz­ten und werten aus, inwie­weit diese Soli­da­ri­tät zur Selbst­er­mäch­ti­gung der sich von Kolo­nia­lis­mus und impe­ria­lis­ti­scher Herr­schaft befrei­en­den Staa­ten und Bewe­gun­gen beigetra­gen hat. Wir berich­ten über die zahl­rei­chen Freund­schafts­bri­ga­den und Soli­da­ri­täts­kam­pa­gnen, die von Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern, Jugend­li­chen, Studie­ren­den, Wissen­schaft­le­rin­nen und Wissen­schaft­lern der DDR getra­gen wurden. Im Mittel­punkt der Reihe “Freund­schaft!” stehen Inter­views mit Teil­neh­mern und Akti­vis­tin­nen, die Bezie­hun­gen zur Arbei­ter­be­we­gung und zu anti­ko­lo­nia­len Bewe­gun­gen in aller Welt aufbau­ten und pfleg­ten. Berichte von Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen inner­halb und außer­halb der DDR, verbun­den mit Fakten­dar­stel­lun­gen und Analy­sen sollen helfen, wich­tige histo­ri­sche Erkennt­nisse zu bewah­ren und einem inter­na­tio­na­len Publi­kum zugäng­lich zu machen.

 

Siege und Erfolge wie auch Rück­schläge und Wider­sprü­che in der Soli­da­ri­täts­ar­beit und den inter­na­tio­na­len Bezie­hun­gen der DDR analy­sie­ren wir mit Blick darauf, was die histo­risch spezi­fi­sche Situa­tion an Verall­ge­mei­ner­ba­rem birgt und was heute weiter­hin von Inter­esse oder lehr­reich für Kampf gegen Neoko­lo­nia­lis­mus und Impe­ria­lis­mus sein kann. Indem wir die Erfah­run­gen der DDR-Soli­da­ri­tät aus erster Hand weiter­ge­ben, wollen wir die inter­na­tio­na­lis­ti­sche Stoß­rich­tung in den heuti­gen fort­schritt­li­chen Bewe­gun­gen bestärken.