LOTHAR WEIGELT

Lothar Weigelt wurde 1929 in Schle­sien gebo­ren. Er wuchs auf dem Bauern­hof seiner Fami­lie auf, bis er 1944 zum Volks­sturm an die Ostfront einge­zo­gen wurde. Nach dem Ende des Krie­ges wurde seine Fami­lie nach Sach­sen umge­sie­delt und verlor ihr Acker­land. In der Sowje­ti­schen Besat­zungs­zone waren Weigelt und sein Vater während der Boden­re­form 1945 als aktive Mitglie­der in der örtli­chen Kommis­sion tätig. Sie traten danach der Demo­kra­ti­schen Bauern­par­tei Deutsch­lands (DBD) bei.

Weigelt ging 1952 nach Weimar und studierte Jour­na­lis­tik. Anschlie­ßend arbei­tete er als Bild­jour­na­list und berich­tete u.a. über die genos­sen­schaft­li­che Bewe­gung für zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen wie das Bauernecho, die Gärt­ner­post und die sowje­ti­sche Prawda.

Nach 1990 wurde Weigelt ein akti­ves Mitglied im “Verein zur Vertei­di­gung der Boden­re­form” und fuhr nach Straß­burg, um sich bei den Verhand­lun­gen des euro­päi­schen Gerichts­hofs zu betei­li­gen. Er war einer der 70.000 Bauern, deren Land letzt­lich entschä­di­gungs­los enteig­net wurde.

INTERVIEW