Der Angriff auf die Natur gefährdet die gesamte Menschheit. 

Der fünfundvierzigste Newsletter (2022).

Heloisa Hari­adne (Brasi­lien), Com uma gota já se faz oceano pra sede se matar em mergulho, 2021.

Liebe Freund*innen,

 

Grüße aus dem Büro von Tricon­ti­nen­tal: Insti­tute for Social Rese­arch.

 

In der letz­ten Okto­ber­wo­che reiste João Pedro Stedile, ein Anfüh­rer der Bewe­gung der Land­lo­sen Arbei­ter (MST) in Brasi­lien und der welt­wei­ten Bauern­or­ga­ni­sa­tion La Via Campe­sina, in den Vati­kan, um am Inter­na­tio­na­len Gebets­tref­fen für den Frie­den teil­zu­neh­men, das die Gemein­schaft Sant’Egídio orga­ni­siert hat. Am 30. Okto­ber fanden Präsi­dent­schafts­wah­len in Brasi­lien statt, die Luiz Inácio Lula da Silva, liebe­voll Lula genannt, gewann. Ein wich­ti­ger Teil seiner Kampa­gne betraf die unver­ant­wort­li­che Gefähr­dung und Zerstö­rung des Amazo­nas­ge­biets durch seinen Gegner, den amtie­ren­den Präsi­den­ten Jair Bolso­naro. Lulas Sieg, zu dem auch die MST mit ihrer ener­gi­schen Kampa­gne beigetra­gen hat, gibt Hoff­nung für unsere Chance, den Plane­ten zu retten. Der News­let­ter dieser Woche enthält die Rede, die Stedile im Vati­kan gehal­ten hat. Wir hoffen, ihr findet sie genauso nütz­lich wie wir.

Ricardo Stuckert, Lula besucht die MST in Espí­rito Santo, 2020.

Heute ist die Mensch­heit in Gefahr – aufgrund  beispiel­lo­ser soziale Ungleich­heit, Angrif­fen auf die Umwelt und  nicht nach­hal­ti­gem Konsum­ver­hal­ten in den reichen Ländern, aufge­zwun­gen vom Kapi­ta­lis­mus und seinem Profitstreben.

 

Teil 1: Vor welchem Dilem­mas steht die Menschheit?

 

    1. Der Klima­wan­del ist ein Faktum, und seine Auswir­kun­gen zeigen sich jeden Tag in Form von star­ken Hitze­pe­ri­oden, globa­ler Erwär­mung, sint­flut­ar­ti­gen Regen­fäl­len, tropi­schen Wirbel­stür­men und Dürren in verschie­de­nen Regio­nen der Erde.
    2. Die Zahl der Katastrophen/Verbrechen hat sich in den letz­ten 50 Jahren verfünf­facht, wobei täglich 115 Menschen ums Leben kamen und wirt­schaft­li­che Verluste in Höhe von 202 Millio­nen Dollar entstanden.
    3. Umwelt­ver­bre­chen wie die Abhol­zung von Wäldern, das Abbren­nen von Tropen­wäl­dern und Angriffe auf alle Lebens­räume, insbe­son­dere im Globa­len Süden, haben zuge­nom­men. Allein im Jahr 2021 gingen welt­weit 11,1 Millio­nen Hektar tropi­scher Wälder verlo­ren.
    4. Der Amazo­nas-Regen­wald, der sich über neun Länder erstreckt, hat bereits 30 % seiner Vege­ta­ti­ons­de­cke verlo­ren, weil er für die Holz­pro­duk­tion abge­holzt wurde, um Platz für die Vieh­zucht und den Anbau von Soja­boh­nen zu schaf­fen, die nach Europa und China expor­tiert werden.
    5. Alle Biome im Globa­len Süden werden zerstört, um Agrar­roh­stoffe für den globa­len Norden zu produzieren.
    6. Der räube­ri­sche Berg­bau beein­träch­tigt die Umwelt, das Wasser und das Land sowie indi­gene und bäuer­li­che Gemein­schaf­ten, da Tausende von Garim­pei­ros (ille­gale Berg­leute) Gold und Diaman­ten abbauen und dabei gefähr­li­che Stoffe wie Queck­sil­ber auf indi­ge­nem Land verwenden.
    7. Noch nie wurden in der Land­wirt­schaft des Südens so viele Agro­to­xine (Agrar­gifte) einge­setzt, die die Boden­frucht­bar­keit beein­träch­ti­gen, die Arten­viel­falt zerstö­ren, das Grund­was­ser und die Flüsse verschmut­zen und die erzeug­ten Produkte sowie auch die Atmo­sphäre verseuchen.
    8. Glypho­sat verur­sacht Krebs, das ist wissen­schaft­li­che nachgwie­sen. Rund 42 700 an Krebs erkrankte US-Landwirt*innen haben von den Unter­neh­men, die das Glypho­sat, dem sie ausge­setzt waren, herstel­len, verkau­fen und verwen­den, eine Entschä­di­gung gefordert.
    9. Über­all auf der Welt wird immer mehr gentech­nisch verän­der­tes Saat­gut ange­baut, 2019 auf insge­samt fast 200 Millio­nen Hektar in 29 Ländern. Dieses Saat­gut verur­sacht eine gene­ti­sche Konta­mi­na­tion von nicht gentech­nisch verän­der­tem Saat­gut, beein­träch­tigt die mensch­li­che Gesund­heit und zerstört die biolo­gi­sche Viel­falt des Plane­ten, da es den Einsatz von Agro­to­xi­nen erfordert.
    10. Die Ozeane werden durch Plas­tik und andere mensch­li­che Abfälle verschmutzt, wodurch viele Fisch­ar­ten und Meeres­le­be­we­sen getö­tet werden. Der massive Einsatz von chemi­schen Dünge­mit­teln hat außer­dem zu einer Versaue­rung der Meere geführt, die das gesamte Meeres­le­ben gefähr­det. Ein Beweis dafür ist der große Müll­tep­pich im Pazi­fik, der sich über eine Million Quadrat­ki­lo­me­ter erstreckt.
    11. Das Kohlen­di­oxid, das durch die Verbren­nung fossi­ler Brenn­stoffe und den Indi­vi­du­al­ver­kehr in Autos frei­ge­setzt wird, führt zu einer Verschmut­zung der Groß­städte, die wiederum den Tod von Tausen­den von Menschen verur­sacht: Allein im Nord­os­ten und in der mittel­at­lan­ti­schen Region der Verei­nig­ten Staa­ten star­ben in einem einzi­gen Jahr 7.100 Menschen an den Folgen von Autoabgasen.
    12. Die Mensch­heit leidet unter einer Krise der öffent­li­chen Gesund­heit, die auch untrenn­bar mit der Natur verbun­den ist. Epide­mien und Pande­mien haben zuge­nom­men und eine massive globale Gesund­heits­krise ausge­löst, die Millio­nen von Menschen gefähr­det. Dieses Phäno­men, das häufig durch die zuneh­mende Über­tra­gung von Krank­hei­ten von Tieren auf Menschen (so genannte Zoono­sen) begüns­tigt wird, ist eine Folge der gleich­zei­ti­gen Zerstö­rung der biolo­gi­schen Viel­falt und der Ausdeh­nung der land­wirt­schaft­li­chen Gren­zen durch die Agrar­in­dus­trie und Mega­pro­jekte in den Berei­chen Ener­gie, Berg­bau und Verkehr sowie durch die städ­ti­sche und Massentierhaltung.
    13. Viele Gebiete auf unse­rem Plane­ten werden von bäuer­li­chen und indi­ge­nen Gemein­schaf­ten geschützt. Das Kapi­tal greift sie an und versucht, sie zu zerstö­ren, um die Kontrolle über die von ihnen geschütz­ten Natur­gü­ter zu erlangen.
    14. Wir befin­den uns in einer ökolo­gisch-sozia­len Krise des Erdsys­tems und des Gleich­ge­wichts des Lebens. Diese globale Krise betrifft die Umwelt, die Wirt­schaft, die Poli­tik, die Gesell­schaft, die Ethik, die Reli­gio­nen und den Sinn unse­res eige­nen Lebens.
    15. Die Milli­ar­den der ärms­ten Menschen der Welt sind am stärks­ten vom Mangel an Nahrung, Wasser, Wohn­raum, Arbeit, Einkom­men und Bildung betrof­fen. Die sich verschlech­tern­den Lebens­be­din­gun­gen zwin­gen sie zur Migra­tion und haben Tausende von Menschen, insbe­son­dere Kinder und Frauen, getötet.
    16. Diese allge­meine Krise bedroht das mensch­li­che Leben. Ohne muti­ges Handeln könnte sich der ange­grif­fene Planet noch rege­ne­rie­ren, aber ohne Menschen.
Eduardo Berli­ner (Brasi­lien), House, 2019.

Teil 2: Wer ist verant­wort­lich für die Gefähr­dung der Menschheit?

 

    1. Der Kapi­ta­lis­mus befin­det sich in einer struk­tu­rel­len Krise. Er ist nicht mehr in der Lage, die Produk­tion und Vertei­lung von Gütern, die die Menschen brau­chen, zu orga­ni­sie­ren. Seine Logik von Profits und Kapi­tal­ak­ku­mu­la­tion verhin­dert eine gerech­tere und egali­tä­rere Gesellschaft.
    2. Diese Krise mani­fes­tiert sich in der Wirt­schaft, in der zuneh­men­den sozia­len Ungleich­heit, im Versa­gen des Staa­tes als Garant sozia­ler Rechte, im Versa­gen der forma­len Demo­kra­tie, den Willen der meis­ten Menschen zu respek­tie­ren, und in der Verbrei­tung falscher Werte, die ausschließ­lich auf Indi­vi­dua­lis­mus, Konsum­den­ken und Egois­mus beru­hen. Dieses System ist wirt­schaft­lich und ökolo­gisch unhalt­bar, und wir müssen es hinter uns lassen.
    3. Die Haupt­ver­ant­wort­li­chen für die Umwelt­krise sind große trans­na­tio­nale Konzerne, die weder Gren­zen noch Staa­ten, Regie­run­gen oder die Rechte der Völker respek­tie­ren. Einige dieser Konzerne wie Bayer, BASF, Mons­anto, Syngenta und DuPont stel­len Agro­to­xine her, während andere den Berg­bau, den Auto­mo­bil­sek­tor und die mit fossi­len Brenn­stof­fen betrie­bene Elek­tri­zi­täts­wirt­schaft leiten, und wieder andere kontrol­lie­ren den Wasser­markt (wie Coca-Cola, Pepsi und Nestlé) und den Welt­markt für Lebens­mit­tel. Mit all diesen Unter­neh­men sind Banken und ihr Finanz­ka­pi­tal verbun­den. Im letz­ten Jahr­zehnt kamen zu diesen Konzer­nen mäch­tige trans­na­tio­nale Tech­no­lo­gie­kon­zerne hinzu, die Ideo­lo­gie und öffent­li­che Meinung kontrol­lie­ren (Amazon, Micro­soft, Google, Facebook/Meta und Apple). Die Eigentümer*innen dieser Unter­neh­men gehö­ren zu den reichs­ten Menschen der Welt.
    4. Die Konzerne sind jedoch nicht die einzi­gen, die für die Umwelt­krise verant­wort­lich sind; sie werden unter­stützt von: 
      • Regie­run­gen, die die Verbre­chen der Unter­neh­men vertu­schen und schützen;
      • Main­stream-Medien, die nach Profit stre­ben und den Inter­es­sen der Unter­neh­men dienen, während sie die Menschen täuschen und die Verant­wort­li­chen verstecken; 
      • und inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen, die von Regie­run­gen gegrün­det und von Groß­kon­zer­nen unter dem Deck­man­tel von Phan­tom­stif­tun­gen geka­pert werden, die direk­ten Einfluss auf diese Orga­ni­sa­tio­nen nehmen und nur Rheto­rik wieder­ho­len und unwirk­same inter­na­tio­nale Tref­fen wie die Konfe­renz der Vertrags­par­teien (COP) abhal­ten, die inzwi­schen 27 Mal getagt hat. Dies gilt auch für die Verein­ten Natio­nen und die Ernäh­rungs- und Landwirtschaftsorganisation.

Alle diese Einrich­tun­gen müssen das Recht respektieren.

 

5. Ich begrüße die mutige Stel­lung­nahme des kolum­bia­ni­schen Präsi­den­ten Gustavo Petro vor der Gene­ral­ver­samm­lung der Verein­ten Natio­nen im Septem­ber 2022 und die Enzy­kli­ken von Papst Fran­zis­kus. Beide sind ein Weck­ruf für die ganze Welt.

Tarsila do Amaral (Brasi­lien), O Vende­dor de frutas, 1925.

Teil 3: Welche Lösun­gen fordern wir?

 

Noch ist Zeit, die Mensch­heit und damit unser gemein­sa­mes Zuhause, den Plane­ten Erde, zu retten. Dazu müssen wir den Mut haben, konkrete und drin­gende Maßnah­men auf globa­ler Ebene umzu­set­zen. Im Namen der Bauern­be­we­gun­gen und der Volks­be­we­gun­gen in den städ­ti­schen Rand­ge­bie­ten fordern wir:

 

    1. Ein Verbot der Abhol­zung und des kommer­zi­el­len Abbren­nens in allen einhei­mi­schen Wäldern und Savan­nen auf der ganzen Welt.
    2. Ein Verbot des Einsat­zes von Agro­to­xi­nen und gentech­nisch verän­der­tem Saat­gut in der Land­wirt­schaft sowie von Anti­bio­tika und Wachs­tums­för­de­rern in der Viehzucht.
    3. Die Verur­tei­lung aller Schein­lö­sun­gen für den Klima­wan­del und Geoen­gi­nee­ring-Tech­ni­ken, die vom Kapi­tal vorge­schla­gen werden, das mit der Natur speku­liert, einschließ­lich des Kohlenstoffmarktes.
    4. Ein Verbot des Berg­baus in den Gebie­ten indi­ge­ner Völker und tradi­tio­nel­ler Gemein­schaf­ten sowie in Umwelt- und Natur­schutz­ge­bie­ten und die Forde­rung, dass jegli­cher Berg­bau öffent­lich kontrol­liert und für das Gemein­wohl – nicht für Profit – genutzt werden muss.
    5. Strenge Kontrolle der Verwen­dung von Kunst­stof­fen, auch in der Lebens­mit­tel- und Geträn­ke­indus­trie, und Verpflich­tung zu deren Recycling.
    6. Die Aner­ken­nung von Natur­gü­ter (wie Wälder, Wasser und biolo­gi­sche Viel­falt) als univer­selle Gemein­gü­ter im Dienste aller Menschen, die gegen kapi­ta­lis­ti­sche Priva­ti­sie­rung immun sind.
    7. Die Aner­ken­nung der Bäuer*innen als wich­tigste Bewahrer*innen der Natur. Wir müssen gegen die Großgrundbesitzer*innen kämp­fen und volks­nahe Agrar­re­for­men durch­füh­ren, um die soziale Ungleich­heit und die Armut auf dem Lande zu bekämp­fen und mehr Nahrungs­mit­tel im Einklang mit der Natur zu produzieren.
    8. Durch­füh­rung eines umfas­sen­den, mit öffent­li­chen Mitteln finan­zier­ten Auffors­tungs­pro­gramms, das die ökolo­gi­sche Wieder­her­stel­lung aller Gebiete in der Nähe von Quel­len und Fluss­ufern, Hängen und ande­ren ökolo­gisch sensi­blen oder von Wüsten­bil­dung betrof­fe­nen Gebie­ten gewährleistet.
    9.  Die Umset­zung einer globa­len Wasser­po­li­tik, die die Verschmut­zung von Meeren, Seen und Flüs­sen verhin­dert und die Verun­rei­ni­gung von ober- und unter­ir­di­schen Trink­was­ser­quel­len beseitigt.
    10. Die Vertei­di­gung des Amazo­nas und ande­rer tropi­scher Wälder in Afrika, Asien und auf den pazi­fi­schen Inseln als ökolo­gi­sches Terri­to­rium unter der Obhut der Völker der jewei­li­gen Länder.
    11.  Die Umset­zung der Agrar­öko­lo­gie als sozio­tech­ni­sche Grund­lage für Ernäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät, einschließ­lich der Produk­tion gesun­der und für alle zugäng­li­cher Lebensmittel.
    12. Die Subven­tio­nie­rung der Finan­zie­rung, die für die Einfüh­rung von Solar- und Wind­ener­gie­sys­te­men erfor­der­lich ist, die unter der kollek­ti­ven Verwal­tung der Bevöl­ke­run­gen welt­weit stehen werden.
    13.  Die Umset­zung eines globa­len Inves­ti­ti­ons­plans zur Bereit­stel­lung öffent­li­cher Verkehrs­mit­tel auf der Grund­lage erneu­er­ba­rer Ener­gien, die es ermög­li­chen, die Lebens­be­din­gun­gen in den Städ­ten neu zu orga­ni­sie­ren und zu verbes­sern, so dass eine Dezen­tra­li­sie­rung der Städte möglich wird und die Menschen auf dem Land blei­ben können.
    14. Die Forde­rung, dass die Indus­trie­län­der des Nordens die finan­zi­el­len Mittel garan­tie­ren, um alle notwen­di­gen Maßnah­men durch­zu­füh­ren, um die Bezie­hung zwischen Gesell­schaft und Natur auf nach­hal­tige Weise wieder­her­zu­stel­len, in dem Bewusst­sein, dass diese Länder histo­risch für die globale Verschmut­zung verant­wort­lich sind und unge­rechte und nicht nach­hal­tige Produk­ti­ons- und Konsum­mus­ter fortführen. 
    15. Die Forde­rung an alle Regie­run­gen, Kriege zu been­den, auslän­di­sche Mili­tär­ba­sen zu schlie­ßen und mili­tä­ri­sche Aggres­sio­nen zu stop­pen, um Leben und den Plane­ten zu retten, basie­rend auf dem Verständ­nis, dass Frie­den eine Voraus­set­zung für ein gesun­des Leben ist.
Anita Malfatti (Brasi­lien), Tropi­cal, 1917.

Um diese Ideen zu verwirk­li­chen, schla­gen wir einen inter­na­tio­na­len Pakt zwischen reli­giö­sen Anführer*innen und Insti­tu­tio­nen, Umwelt- und Volks­be­we­gun­gen, Entscheidungsträger*innen und Regie­run­gen vor, damit wir ein Programm schaf­fen können, das das Bewusst­sein der gesam­ten Bevöl­ke­rung schärft. Wir schla­gen vor, eine inter­na­tio­nale Konfe­renz zu veran­stal­ten, um alle kollek­ti­ven Akteure, die das Leben vertei­di­gen, zusam­men­zu­brin­gen. Wir müssen die Menschen ermu­ti­gen, für ihre Rechte zur Vertei­di­gung des Lebens und der Natur zu kämp­fen. Wir müssen fordern, dass die Medien ihre Verant­wor­tung wahr­neh­men, um die Inter­es­sen der Menschen zu vertei­di­gen und die Gleich­be­rech­ti­gung, das Leben und die Natur zu schützen.

 

Wir werden immer dafür kämp­fen, Leben und unse­ren Plane­ten zu retten, um in Soli­da­ri­tät und in Frie­den mit sozia­ler Gleich­heit zu leben, eman­zi­piert von sozia­ler Unge­rech­tig­keit, Ausbeu­tung und Diskri­mi­nie­rung aller Art.

Emiliano Di Caval­canti (Brasi­lien), Projeto de Mural, 1950.

Dieser Text von João Pedro Stedile ist ein klarer Aufruf der MST, die Noam Chom­sky als «die wich­tigste Massen­be­we­gung des Plane­ten» bezeich­net. Wir hoffen, von euch zu diesen Vorschlä­gen zu hören, und wir hoffen, dass Bewe­gun­gen auf der ganzen Welt sie in ihrer Arbeit aufgrei­fen werden.

 

Herz­lichst, 

 

Vijay

Aus dem Engli­schen von Claire Louise Blaser.